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Google Ads7 min · June 21, 2026

Performance Max Kampagnen: Alles was Sie 2026 wissen müssen

Performance Max ist Googles vollständig KI-gesteuerter Kampagnentyp und läuft auf allen Google-Kanälen gleichzeitig. Was PMax kann, wo es scheitert und wann es sich lohnt – der ehrliche Überblick.

Kurz & Bündig: Performance Max (PMax) ist Googles KI-gesteuerter Allkanal-Kampagnentyp, der seit 2021 in den Mittelpunkt des Google Ads-Ökosystems gerückt ist. Er läuft gleichzeitig auf Suche, Display, YouTube, Gmail, Maps und Discover. PMax funktioniert gut für E-Commerce und breite Zielgruppen – scheitert aber bei engen Nischen, kleinen Datenmengen und wenn Transparenz gefragt ist. Dieser Artikel erklärt, wann PMax sinnvoll ist und wann nicht.

Was ist Performance Max?

Performance Max Kampagnen (kurz: PMax) sind seit 2021 der von Google am stärksten geförderte Kampagnentyp. Anders als klassische Search- oder Display-Kampagnen läuft PMax auf allen Google-Kanälen gleichzeitig:

  • Google Suche
  • Google Display-Netzwerk
  • YouTube
  • Gmail
  • Google Maps
  • Google Discover

Der Werbetreibende liefert sogenannte Assets: Überschriften, Beschreibungen, Bilder, Videos und Logos. Googles KI kombiniert diese Assets automatisch und entscheidet, welche Kombination auf welchem Kanal wann ausgespielt wird – mit dem Ziel, möglichst viele Conversions zu erzielen.

Schnelle Antwort: Performance Max lohnt sich besonders für E-Commerce mit vielen Produkten, etablierte Kampagnen mit ausreichend Conversion-Daten (min. 30–50 Conversions/Monat) und breite Zielgruppen. Für lokale Dienstleister, sehr enge B2B-Nischen oder neue Kampagnen ohne historische Daten sind klassische Search-Kampagnen meist besser geeignet.

Was PMax gut kann

Für E-Commerce: Performance Max ist besonders stark für Online-Shops. In Kombination mit einem Google Merchant Center-Feed ersetzt es Shopping-Kampagnen und liefert oft bessere Ergebnisse durch die kanalübergreifende Optimierung.

Für breite Zielgruppen: Wenn Sie viele verschiedene Kundentypen ansprechen wollen und ausreichend Creative-Material haben, kann PMax effizient neue Zielgruppen erschließen, die Sie manuell nicht getroffen hätten.

Für kleinere Teams: Wer wenig Zeit für manuelle Kampagnenpflege hat, profitiert von der Automatisierung. PMax optimiert rund um die Uhr, ohne dass Gebote manuell angepasst werden müssen.

Wo PMax an seine Grenzen stößt

Geringe Transparenz: Der größte Kritikpunkt an PMax ist die „Black Box"-Natur. Sie sehen nicht, welche Suchbegriffe Ihre Anzeigen ausgelöst haben (nur eine begrenzte Suchbegriff-Übersicht), welche Assets am besten performen und wie das Budget auf die einzelnen Kanäle verteilt wird.

Kannibalismus mit anderen Kampagnen: PMax kann bestehende Search-Kampagnen beeinträchtigen, weil er im Zweifelsfall Traffic abgreift, der sonst durch gezieltere Kampagnen gekommen wäre – oft zu höheren Kosten.

Kalt-Start-Problem: PMax braucht Conversion-Daten, um zu lernen. Ohne ausreichende historische Daten (mindestens 30–50 Conversions pro Monat) optimiert der Algorithmus ineffizient.

Schlecht für sehr enge Zielgruppen: Wenn Sie nur eine sehr spezifische Nischenzielgruppe ansprechen wollen, ist die Automatisierung oft ein Nachteil. PMax tendiert dazu, das Budget zu verteilen.

Die richtige Asset-Strategie

Der wichtigste Erfolgsfaktor bei PMax-Kampagnen sind die Assets. Viele Werbetreibende unterschätzen das.

Mindestempfehlung:

  • 15 Überschriften (max. 30 Zeichen)
  • 5 Beschreibungen (max. 90 Zeichen)
  • 5 Bilder im Landscape-Format (1,91:1)
  • 5 quadratische Bilder (1:1)
  • 1 Logo
  • 1 Video (falls vorhanden – wird sonst automatisch generiert)

Profi-Tipp: Produzieren Sie echte Videos. Googles automatisch generierte Videos sind oft qualitativ schwach und können Ihrem Markenimage schaden. Ein einfaches Smartphone-Video in guter Qualität ist besser als ein schlechtes Auto-Video.

Audience Signals: Den Algorithmus lenken

Auch wenn PMax stark automatisiert ist, können Sie ihm über Audience Signals eine Richtung geben. Damit teilen Sie Google mit, wer Ihre idealen Kunden sind – auch wenn der Algorithmus letztlich selbst entscheidet.

Sinnvolle Audience Signals:

  • Bestehende Kundenlisten (E-Mail-Adressen hochladen)
  • Website-Besucher und Converters
  • Custom Intent Audiences (basierend auf Suchbegriffen)
  • Demografische Einschränkungen

Wann Sie PMax einsetzen sollten – und wann nicht

PMax empfehlenswert:

  • E-Commerce mit vielen Produkten
  • Etablierte Kampagnen mit ausreichend Conversion-Daten
  • Breite Zielgruppen und gutes Creative-Material

PMax besser vermeiden oder begrenzen:

  • Lokale Dienstleister mit enger geografischer Zielgruppe
  • Sehr spezifische B2B-Angebote
  • Neue Kampagnen ohne historische Daten
  • Wenn Transparenz und Kontrolle Priorität haben

PMax neben klassischen Search-Kampagnen

Die beste Strategie für die meisten Unternehmen: Beide Kampagnentypen kombinieren.

Search-Kampagnen für Ihre wichtigsten Keywords mit hoher Kaufabsicht – PMax für breitere Markenbekanntheit und Remarketing. So behalten Sie Kontrolle über Ihre Kernkeywords, während PMax zusätzliche Touchpoints abdeckt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Performance Max und Smart Campaigns? Smart Campaigns sind das vereinfachte Einstiegsformat für sehr kleine Unternehmen mit wenig Kontrolle. Performance Max ist komplexer, gibt dem Werbetreibenden mehr Einfluss über Assets und Audience Signals und läuft auf deutlich mehr Kanälen. Für ernsthafte Kampagnen ist PMax die bessere Wahl.

Wie viele Conversions brauche ich, bevor ich PMax starte? Google empfiehlt mindestens 30–50 Conversions pro Monat, damit der Algorithmus genügend Daten zur Optimierung hat. Darunter befindet sich PMax dauerhaft in der Lernphase und liefert oft schwache Ergebnisse.

Ersetzt Performance Max meine bestehenden Search-Kampagnen? Nicht zwangsläufig – und bei gut performenden Search-Kampagnen sollten Sie diese parallel laufen lassen. PMax kann Search-Traffic kannibalieren; eine kombinierte Strategie (Search für Kernkeywords, PMax für Reichweite und Remarketing) funktioniert für die meisten Unternehmen am besten.

Warum sollte ich eigene Videos für PMax produzieren? Wenn Sie kein Video bereitstellen, generiert Google automatisch eines aus Ihren Assets. Diese Auto-generierten Videos sind oft von geringer Qualität und können dem Markenbild schaden. Ein einfaches, authentisches Smartphone-Video ist deutlich besser.


Performance Max ist ein mächtiges Werkzeug – aber kein Wundermittel. Wer PMax ohne Strategie startet und sich auf den Algorithmus verlässt, verbrennt oft Budget. Wer es richtig einsetzt, kann enorme Skalierungseffekte erzielen. Wenn Sie wissen möchten, ob und wie PMax in Ihre Google Ads-Strategie passt, beraten wir Sie gerne.

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